METHODIUS DOMINIKUS TRČKA

(1886 – 1959)

PROFESSPRIESTER
DER KONGREGATION DES HEILIGSTEN ERLÖSERS
(REDEMPTORISTEN)

Seligsprechung: 4. November 2001
Fest: 23. März

METHODIUS DOMINIKUS TRČKA wurde am 6. Juli 1886 als letztes von sieben Kindern von Tomáš Trčka und Františka Štěrbová in Frýdlant nad Ostravicí (heute Tschechien) geboren und auf den Namen Dominikus getauft. Er wuchs in einer katholischen Familie auf und erhielt eine gediegene christliche Erziehung. Nach Beendigung der Volksschule in Frýdlant trat er in das Gymnasium von Místek über. Im Schuljahr 1902 / 1903 wechselte er in die 6. Gymnasialklasse des Juvenats der Redemptoristen in Červenka.

Nachdem sich Trčka für das Ordensleben entschieden hatte, trat er am 25. August 1903 in das Noviziat der Kongregation des Heiligsten Erlösers in Bilsko ein. Nach Beendigung desselben legte er am 25. August 1904 die Ordensgelübde ab und begann mit dem Studium von Philosophie und Theologie im Seminar der Redemptoristen von Obořiště. Dort begeisterte er sich für die Ideale von Kyrill und Method und wollte mit ganzer Kraft für die Einheit der Kirche arbeiten. Nach dem vierten Jahr Theologie wurde Trčka am 17. Juli 1910 zum Priester geweiht und nach Abschluss der Studien am 17. Juli 1911 nach Prag versetzt, wo er das zweite Noviziat begann, dass er am 3. Januar 1912 beendete. Anschließend war er die ersten Jahre in der Seelsorge der Volksmissionen tätig, wobei er im Marienheiligtum von Svatá Hora in Prag und in Plzeň wohnte. Im Ersten Weltkrieg scheute er keine Mühe, um sich vor allem der kroatischen, slowenischen und ruthenischen Flüchtlinge anzunehmen.
Bereits während der Jahre im Seminar hatte er den Wunsch geäußert, unter den Christen des orientalischen Ritus zu arbeiten, was er 1919 umsetzen konnte, als er zusammen mit P. Stanislav Nekula nach Lviv geschickt wurde, um als Seelsorger bei den griechisch-katholischen Gläubigen zu wirken. In Lviv, wo sie von den belgischen Patres empfangen wurden, lernten sie die neue Sprache, den Ritus und die Tradition unter der Leitung des seligen P. Mykolay Charnetskyi, der damals Novize war. In dieser Zeit fügte P. Trčka seinem Namen Methodius hinzu.

Als am 8. Januar 1920 das neue Haus in Stanislavov (heute Ivano Frankiwsk) gegründet wurde, befand sich unter den Mitgliedern der ersten Kommunität auch P. Trčka. Im August 1921 nahm er am Kongress von Velehrad und an der Versammlung der marianischen Gruppen teil. Auf diesem Wege hörte er auch vom neuen Haus der Redemptoristen in Stropkov, wo nach den Plänen der Oberen Redemptoristen beider Riten arbeiten sollten, also sowohl Mitglieder des lateinischen als auch des griechisch-katholischen Ritus. Die Freude war groß.
Anfang Oktober 1921 nach Prag zurückberufen, reisten sie am 22. Dezember des Jahres nach Stropkov in der Ostslowakei, wo P. Trčka mit seinen Mitbrüdern die erste Kommunität der Redemptoristen des lateinischen und byzantinischen Ritus gründete. Kaum angekommen, wurde ihm das Amt des Ökonomen anvertraut. Die Arbeit der Missionare und das Gebet zeitigten schon bald Früchte. Nachdem Trčka 1924 zum Oberen der Kommunität gewählt worden war, glänzte er durch eifrige missionarische Tätigkeit in den drei Eparchien von Prešov, Užhorod und Križevci, wobei er das Wort Gottes predigte und die Konfraternität „Mutter von der immerwährenden Hilfe und vom hl. Rosenkranz“ gründete. Als Missionar war er sehr geschätzt. So erinnert sich ein Teilnehmer der Mission in Ruska Poruba: „Als er zu uns nach Poruba kam, sprach er ein Gemisch aus Slowakisch und Ruthenisch... Wenngleich er ständig die Wörter verwechselte, hatten wir kein Problem damit. Es war ein Ereignis... Unter den Missionaren besaß er Autorität, und gegen das, was er sagte, hatte niemand etwas einzuwenden. Er war eine herausragende Gestalt.“

1931 übersiedelten die griechisch-katholischen Redemptoristen in das neue Haus nach Michalovce. P. Trčka war Oberer bis Juli 1932, als er, müde von der Arbeit und dem Bau des Klosters, wieder nach Stropkov ging. 1934 nach Michalovce zurückgekehrt, wurde er im März 1935 von der Kongregation der Orientalischen Kirchen zum Apostolischen Visitator der Basilianerinnen in Prešov und Užhorod ernannt. 1936 erneut zum Oberen gewählt, übte er dieses Amt bis 1942 aus. Unter seiner Leitung wurde die Gemeinschaft der Redemptoristen zum Bezugspunkt des spirituellen Lebens in Zemplín. Er stellte den Bau der Kirche fertig, setzte sich für die Gründung eines Schwesternkonvents ein, versuchte eine neues Haus der Redemptoristen zur Abhaltung geistlicher Exerzitien zu gründen und arbeitete für die Gründung eines Hauses in Chust in der Eparchie Užhorod. All das verwirklichte er, ohne je die seelsorgliche Arbeit zu vernachlässigen. Fürwahr, wenn er auch nicht mehr auf den Volksmissionen predigte, hegte er doch stets große Sorge für die Ärmsten. So kam ihm die Idee zur Gründung einer Gemeinschaft für die Dienstmädchen, die vom spirituellen Gesichtspunkt aus am stärksten vernachlässigt wurden.

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   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Band 6