Andreas Resch

Das Antlitz Christi

Grabtuch - Veronika - Volto Santo

Vergriffen - Neufassung

 

Von den vielen Versuchen, das wahre Antlitz Christi darzustellen, sind nur jene beachtenswert, die sich am Antlitz des Grabtuches von Turin und am Volto Santo von Manoppello, der Veronika, orientieren. Hier haben wir es mit zwei Abbildungen zu tun, die vollkommen deckungsgleich sind und geschichtlich am Anfang der Darstellungen des Antlitzes Christi stehen.

Bekanntlich finden sich die ältesten Darstellungen Christi in den Malereien der Katakomben. Es stellt sich daher notgedrungen die Frage, ob auch diese frühen Darstellungen Christi – zunächst nur in symbolischer Form, etwa als der Gute Hirte, und später dann als Poträt – vom Antlitz auf dem Grabtuch und der Veronika inspiriert sind. Sollte dem so sein, würden Grabtuch und Veronika in ihrer Geschichtlichkeit und Aussagekraft über eine weitere Beweisquelle verfügen.

Zur Erbringung dieses Nachweise in einer unwiderlegbaren Form wird nach einem stichwortartigen Überblick über die Geschichte des Grabtuches und der Veronika zunächst die Deckungsgleichheit des Antlitzes auf dem Grabtuch mit der Veronika bildhaft ausgewiesen. Anhand der dabei erstellten Deckungsskizze mit 20 Orientierungs- und Kongruenzpunkten werden sodann Darstellungen in den Katakomben und in der Ikonographie auf ihre Deckungsgleichheit mit dem Antlitz auf dem Grabtuch und mit der Veronika überprüft.

Die gewonnenen Daten führen u. a. auch zur Aussage, dass nur die Veronika das Urmodell der frühen Christusdarstellungen sein kann. Das Antlitz auf dem Grabtuch erlaubt keine so genauen Maßeinheiten, weil die Konturen auf dem Negativ des Antlitzes zu unscharf sind. Erst durch die Abstimmung der Proportionen des Antlitzes auf dem Grabtuch mit der Veronika lassen sich auch am Grabtuch die Konturen des Antlitzes aufzeigen.


Dies erfordert ein genaues Übereinanderlegen der beiden Antlitze, was am Computer mit der Ebenentechnik sehr leicht möglich ist. Grundvoraussetzung für einen derartigen Vergleich ist jedoch eine einwandfreie Bildvorlage der beiden Antlitze und die absolute Beachtung der Proportionen. Jegliche Form von Anpassung ist auszuschließen.


Nur unter diesen Voraussetzungen konnte die hier unternommene Beweisführung angegangen werden, nämlich dass wir es beim Antlitz des Grabtuches und der Veronika mit zwei Abbildungen zu tun haben, die von ein und demselben Antlitz stammen, und dass dieses Antlitz aufgrund des Körperbildes auf dem Grabtuch nur jenes von Christus sein kann.

INHALTSVERZEICHNIS:

VORWORT V
EINLEITUNG 1

I. DAS GRABTUCH VON TURIN 3
1. Geschichte 5
a) Jerusalem 5
b) Edessa 6
c) Konstantinopel 7
d) Frankreich 8
e) Turin 10
2. Das Körperbild 17
a) Versuche künstlicher Erzeugung 19
b) Computeranalysen 19
c) Das Antlitz des Körperbildes 21 

II. DIE VERONIKA 27
1. Geschichte 27
a) Kamulia 31
b) Konstantinopel 35
c) Rom 37
d) Manoppello 42
2. Das Antlitz 47

III. GRABTUCH UND VERONIKA 55
1. Orientierungspunkte 55
2. Grabtuch, Veronika und Christusdarstellungen in den Katakomben 66
3. Grabtuch, Veronika und Reliquienkreuz Justins II. 80
4. Grabruch, Veronika und Ikonen 84

IV. DAS ANTLITZ CHRISTI 91
1. Grabtuch und Veronika 91
2. Das Antlitz Christi 95

Literatur 97
Personenregister 103
Sachregister 105

                                                                                                                           Manoppello        Volto Santo                  

Resch, Andreas: Das Antlitz Christi. Grabtuch - Veronika. Reihe R 2 - 2., verb. Aufl. - Innsbruck: Resch, 2006. – VIII, 106 Seiten, ISBN 3-85382-077-8 (ISBN 978-3-85382-077-3), Geb., EUR 14.90 [D], EUR 15.30 [A], SFr 26.50, vergriffen!

 

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch